Es ist mal wieder soweit: die Wohnung möchte gewechselt werden, die alte muss frisch renoviert werden, die neue schlimmstenfalls auch und dann muss man sich auch noch Gedanken über den restlichen Quatsch machen, wie lästig! Aber unvermeidlich.
Welchen logistischen Aufwand man betreibt, das bleibt einem natürlich selbst überlassen, ein paar Gedanken sollte man sich in jedem Falle gemacht haben: wie komme ich von A nach B und bekomme dabei möglichst viel Krempel möglichst heil in so wenigen Fuhren, wie es geht, mit? Am bequemsten ist das natürlich, wenn man ein paar Möbelpacker vor Ort hat, die einem die Wohnung hüben ab und drüben wieder aufbauen. Aber wer kann sich das heutzutage noch leisten? In Zeiten, in denen Oettinger das meistgetrunkene Bier des Landes ist? In denen in der deutschen Hauptstadt mehr als einer von zehn Menschen arbeitslos ist?
Ein Umzug muss nicht teuer sein
Dass das Geld nicht mehr da ist, kann man so ja auch nicht behaupten, es ist eben einfach nicht sonderlich gerecht verteilt. Das stimmt die meisten trübsinnig, ist der Reichtum doch in den Händen einiger weniger. Doch es ist auch keine Änderung in Sicht, weshalb man sich entweder damit abfinden muss, eine Revolution starten oder aber sich irgendwie arrangieren sollte. In der alten Wohnung kann man vielleicht eh nicht sonderlich gut über seinen Umsturzplänen brüten – die Revolution muss also leider warten, der Umzug will hinter sich gebracht sein, es hilft ja nichts. Und wenn man nun nicht zu den Nutznießern der Unmengen an Geld gehört, die so in Umlauf sind, dann tut man gut daran, so günstig wie möglich umzuziehen.
Möchte man nun seine Umzugskosten also möglichst klein halten, muss man sich schon etwas einfallen lassen, um die zwar bequemen, aber doch kostspieligen Angebote kommerzieller Umzugsservices zu umgehen. Natürlich kommt das auch immer darauf an, wie viel Geld man zur Verfügung hat – vielleicht kann man es sich ja doch mal leisten, Fünfe gerade sein zu lassen. Eines ist jedoch sicher: irgendwelche Kosten fallen bestimmt an, vor und / oder nach dem Umzug. Was also tun?
Günstige Helferlein
Was häufig hilft, das ist ein intaktes soziales Netzwerk. Damit sei an dieser Stelle nicht „social networking“ à la Myspace oder Facebook gemeint, sondern vielmehr tatsächliche Freunde und Bekannte, die in der Nähe wohnen, und denen man vielleicht auch schon einmal beim Umzug geholfen hat. Das kann dann sogar zur relativ unterhaltsamen oder gar spaßigen Tätigkeit werden, wenn nicht gerade einem der Helfer ein Malheur geschieht oder jemandem etwas passiert. Davor ist man nie gefeit und es gehört zu den Risiken des Lebens. In der Regel geht ja alles gut. Kleineren Unglücken kann man ja auch vorbeugen, indem man zum Beispiel die Kisten trägerfreundlich packt. Das heißt zum Beispiel: nicht zu viele Bücher in eine Kiste. Das verärgert den Helfer, und das möchte man nicht; schließlich ist es überaus zuvorkommend, das jemand so freundlich ist und sich bereit erklärt, einem zu helfen, damit es auch möglichst ein günstiger Umzug wird.
Bei Laune halten
Um die Helfer bei der Stange zu halten, gibt es natürlich auch noch so ein paar alte, bewährte Hausmittelchen. Bei der Arbeit wäre das zum Beispiel die Entlastung durch Kettenbildung – denn wenn man sich in unterschiedlichen Stockwerken postiert, um sich die Kartons gegenseitig zu überreichen, dann führt das zur Kraftersparnis. Und dann fühlt sich der Helfer oder die Helferin gleich schon viel wohler. Und etwas zu essen sollte unbedingt zugegen sein. Und Bier, das ist besonders wichtig, denn es entspannt die Muskeln und liefert schnell Energie. Und vor allem steigert es die Laune. Nur sollte die Faustregel sein: erst schleppen, dann trinken. Denn ein betrunkener Umzug wird schnell zum Desaster.